„Ay, ay, ay … wer hat sich denn dieses Bett ausgedacht?“

„Ay, ay, ay … wer hat sich denn dieses Bett ausgedacht?“

Warum Oldtimer-Matratzen immer ein bisschen Abenteuer sind.
Francisco Gabasa, Leitung Matratzen-Produktion bei enjoy.

Vor ein paar Tagen rolle ich wieder eine Schablone auf meinem Arbeitstisch aus. Ich schaue sie an, kratze mich am Kopf und rufe meinen Kollegen zu: „Kommt mal her! Das Bett ist links rund, rechts schräg und vorne fehlt eine Ecke. Hat der Konstrukteur damals den Zollstock verlegt?“

Alle lachen.

Fünf Minuten später ist es wieder ganz ruhig in der Werkstatt. Dann wird gemessen, kontrolliert und gerechnet. Denn egal, wie außergewöhnlich die Form ist – am Ende muss die Matratze perfekt passen.

Genau das liebe ich an meinem Beruf.

Seit vielen Jahren fertigen wir bei enjoy Matratzen nach Maß. Und immer häufiger landen Oldtimer-Wohnwagen, klassische Campingbusse oder historische Wohnmobile auf meinem Tisch – zum Glück nicht das ganze Fahrzeug, sondern die Schablone für das Bett. Wobei … manchmal stehen die Besitzer auch direkt mit ihrem Schmuckstück vor der Tür. Da schlägt mein Handwerkerherz natürlich gleich ein bisschen höher.

Was mich dabei immer wieder beeindruckt, ist die Leidenschaft unserer Kunden. Da wird ein Oldtimer über Monate oder sogar Jahre restauriert. Jedes Scharnier wird aufgearbeitet, jede Leiste poliert und jeder Stoff mit Liebe ausgesucht. Nur bei der Matratze wird es plötzlich schwierig. Nicht, weil niemand gut schlafen möchte – sondern weil es für diese Betten einfach nichts von der Stange gibt. Und ehrlich gesagt: Das ist auch gut so. Wenn alles rechteckig wäre, hätte ich einen ziemlich langweiligen Beruf.

Bei uns beginnt jede Oldtimer-Matratze deshalb mit einer Geschichte. Manche Kunden schicken eine Zeichnung, andere bauen aus Pappe eine Schablone. Ich bekomme Kartons, Packpapier und manchmal richtige kleine Kunstwerke. Ich schaue mir alles ganz genau an und denke oft: „Respekt. Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben.“ Das ist die beste Grundlage für unsere Arbeit.

Erst danach sprechen wir über den Schaumstoff. Denn eine Matratze ist nicht einfach nur weich oder hart. Sie muss zum Menschen passen, zum Fahrzeug und auch dazu, wie der Oldtimer genutzt wird. Wird viel gereist? Muss die Matratze häufig hochgeklappt werden? Soll sie besonders leicht sein? All das fließt in unsere Empfehlung mit ein.

Was viele gar nicht wissen: Eine Matratze für einen Oldtimer muss oft deutlich mehr aushalten als eine Matratze im Schlafzimmer. Sie wird bewegt, geklappt, verstaut und wieder ausgelegt. Trotzdem soll sie nach Jahren noch genauso bequem sein wie am ersten Tag. Deshalb legen wir großen Wert auf hochwertige Materialien und eine Verarbeitung, die auch nach vielen Reisen überzeugt.

Meine Kollegen sagen manchmal, ich sei ein bisschen pingelig. Und das stimmt wahrscheinlich.

Francisco – Mitarbeiter in der Matratzenproduktion bei enjoy

Wenn eine Matratze einen Millimeter zu groß ist, sehe ich das. Wenn eine Naht nicht genau so sitzt, wie ich sie haben möchte, sehe ich das auch. Manchmal verdrehen die Kollegen schon die Augen, wenn ich mit dem Maßband noch einmal nachmesse. Ich sage dann immer: „Lieber hier noch einmal messen als später beim Kunden fluchen.“

Am schönsten sind für mich die Nachrichten, die wir nach einigen Wochen bekommen. Fotos von restaurierten Eribas, alten Hymern oder liebevoll gepflegten VW-Bussen. Die Matratze liegt perfekt im Fahrzeug und der Kunde schreibt: „Wir haben geschlafen wie zu Hause.“

Dann weiß ich, warum ich meinen Beruf so gerne mache. Denn eine gute Matratze sieht man vielleicht nicht als Erstes. Aber man merkt sie am nächsten Morgen. Und genau das ist für mich das schönste Kompliment.

Euer Francisco
Leitung Matratzen-Produktion bei enjoy Schlafsysteme

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enjoy. Schlafexperten persönlich

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