Abends liegen zwei Menschen im Bett. Irgendwann kommt Kind Nummer eins dazu. Vielleicht später noch Kind Nummer zwei. Und morgens fragt man sich, wie ausgerechnet der kleinste Mensch im Bett den größten Platz beanspruchen konnte. Genau an diesem Punkt beginnen viele Familien über ein Familienbett nachzudenken.
Dabei geht es weniger um die Frage, ob Eltern und Kinder gemeinsam schlafen sollten. Viel interessanter ist: Wie groß sollte ein Familienbett sein? Welche Matratzen sind sinnvoll? Wie lässt sich die Besucherritze vermeiden? Und worauf sollten Eltern bei Komfort und Sicherheit achten?
Bei enjoy. beschäftigen wir uns seit 2009 mit gutem Schlaf. In unserer eigenen Produktion in Paderborn fertigen wir Boxspringbetten, Matratzen und Topper selbst. Mehr als 100.000 Boxspringbetten, eine Million Matratzen und 650.000 Topper sind dort inzwischen entstanden. Gerade beim Familienbett zeigt sich dabei: Mehr Breite allein macht noch kein gutes Bett. Unterbox, Matratzen und Topper müssen als Schlafsystem zusammenpassen.

„Bei einem Familienbett schlafen mehrere Menschen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen auf einer gemeinsamen Fläche. Deshalb geht es nicht einfach darum, ein Bett breiter zu machen. Entscheidend ist, wie Unterbox, Matratzen und Topper zusammenspielen.“
Jürgen Ahlers, Leitung Produktion bei enjoy. schlafsysteme
Was ist ein Familienbett?
Ein Familienbett ist ein besonders großes Bett, das Eltern und Kindern ausreichend Platz zum gemeinsamen Schlafen bietet. Es kann dauerhaft gemeinsam genutzt werden oder einfach genügend Raum schaffen, wenn Kinder nachts regelmäßig ins Elternbett kommen.
Eine feste Definition, ab welcher Breite ein Bett zum Familienbett wird, gibt es nicht. Entscheidend ist vielmehr, dass die vorhandene Liegefläche zur Anzahl der Schlafenden und ihren individuellen Schlafgewohnheiten passt. Während klassische Doppelbetten häufig 160 oder 180 cm breit sind, entscheiden sich Familien deshalb oft bewusst für deutlich mehr Platz.
Ein Familienbett ist dabei nicht zwangsläufig ein Provisorium aus mehreren zusammengeschobenen Betten. Es kann als dauerhaftes Schlafsystem geplant werden – mit einer stabilen Basis, individuell passenden Matratzen und einer möglichst komfortablen gemeinsamen Liegefläche.
Warum entscheiden sich Familien für ein Familienbett?
Häufig ist die Antwort erstaunlich pragmatisch: Die Kinder schlafen ohnehin irgendwann im Elternbett. Ein Kind hat schlecht geträumt, möchte nicht alleine schlafen oder kommt morgens zum Kuscheln. Manchmal wird das eigene Kinderbett nachts auch einfach als unverbindliche Empfehlung betrachtet.
Ein Familienbett plant diese Realität von Anfang an mit ein. Statt aus einem Bett für zwei jede Nacht irgendwie ein Bett für drei oder vier zu machen, steht mehr gemeinsame Liegefläche zur Verfügung. Das bedeutet natürlich nicht, dass jede Nacht die ganze Familie dort schlafen muss. Ein großes Bett schafft schlicht mehr Möglichkeiten und Bewegungsfreiheit.
Familienbett, Co-Sleeping und Bed-Sharing: Was ist der Unterschied?
Co-Sleeping ist ein Oberbegriff für das Schlafen von Eltern und Kindern in räumlicher Nähe. Dabei sollte zwischen Room-Sharing und Bed-Sharing unterschieden werden.
Beim Room-Sharing schläft ein Baby im Schlafzimmer der Eltern, aber auf einer eigenen Schlafunterlage, beispielsweise in einem Baby- oder Beistellbett. Beim Bed-Sharing teilen Eltern und Kind dieselbe Liegefläche. Das Familienbett beschreibt dagegen zunächst das Bett beziehungsweise die gemeinsame Schlafsituation einer Familie. Wie diese konkret genutzt wird, kann sehr unterschiedlich sein.
Gerade bei Säuglingen muss zwischen dem Wunsch nach Nähe und der sicheren Gestaltung des Schlafplatzes unterschieden werden. Für Babys gelten besondere Empfehlungen zum sicheren Schlafen. Eine große Liegefläche allein macht einen Schlafplatz deshalb nicht automatisch sicher. Eltern sollten sich bei Säuglingen an den aktuellen fachlichen Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf orientieren. Je nach Alter und Situation kann beispielsweise auch die Kombination aus einem großen Familienbett und einer direkt angrenzenden separaten Babyschlaffläche sinnvoll sein.
Wie groß sollte ein Familienbett sein?
Die passende Größe eines Familienbetts hängt vor allem davon ab, wie viele Personen darin schlafen, wie groß sie sind und wie viel Bewegungsfreiheit sie nachts benötigen. Eine allgemeingültige Mindestgröße gibt es deshalb nicht.
Zwei Erwachsene und ein Kind haben einen anderen Platzbedarf als zwei Erwachsene und mehrere Kinder. Dazu kommt die Frage, wie häufig die Kinder tatsächlich im Familienbett schlafen. Wer nur gelegentlich am Sonntagmorgen gemeinsam kuschelt, hat andere Anforderungen als eine Familie, die dauerhaft eine Liegefläche teilt.
Zum Vergleich: Ein Bett in 180 × 200 cm bietet 3,6 Quadratmeter Liegefläche. Bei 240 × 200 cm sind es bereits 4,8 Quadratmeter. Die zusätzlichen 60 Zentimeter Breite können sich nachts deutlich bemerkbar machen – insbesondere dann, wenn einer der kleinsten Menschen im Bett beschließt, quer zu schlafen.
Wer bewusst nach einer besonders großzügigen Lösung sucht, findet bei enjoy. auch Familienbetten sowie Boxspringbetten in 240 × 200 cm.
Welche Matratze eignet sich für ein Familienbett?
Die richtige Matratze für ein Familienbett sollte nicht nur zur Größe des Bettes passen, sondern vor allem zu den Menschen, die darauf schlafen. Zwei Erwachsene können trotz gemeinsamer Liegefläche sehr unterschiedliche Anforderungen an ihre Matratze haben.
Körpergewicht, Körperbau, bevorzugte Schlafposition und persönliches Liegegefühl spielen bei der Auswahl eine Rolle. Deshalb ist eine einzige durchgehende Matratze nicht automatisch die beste Lösung für ein großes Familienbett.
Bei großen Boxspringbetten können beispielsweise zwei getrennte Matratzenkerne eingesetzt werden. Dadurch lassen sich die beiden Bettseiten unterschiedlich abstimmen und anschließend trotzdem zu einer gemeinsamen Liegefläche verbinden.
Das Prinzip ist einfach: gemeinsam schlafen, individuell liegen.
Können im Familienbett unterschiedliche Härtegrade verwendet werden?
Ja, bei einem entsprechend aufgebauten Schlafsystem können zwei Matratzen mit unterschiedlichen Härtegraden miteinander kombiniert werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn sich Körpergewicht oder bevorzugtes Liegegefühl der Erwachsenen deutlich unterscheiden.
Statt für das gesamte Familienbett einen Kompromiss zu suchen, können die beiden Bettseiten zunächst individuell betrachtet werden. Bei enjoy. können bei großen Boxspringbetten zwei Matratzenkerne eingesetzt und unterschiedliche Härtegrade gewählt werden. Darüber kann ein gemeinsamer Topper die Liegefläche wieder miteinander verbinden.
„Eine große gemeinsame Liegefläche bedeutet nicht, dass darunter alles identisch sein muss. Gerade unterschiedliche Matratzenkerne geben uns die Möglichkeit, beide Bettseiten auf die jeweiligen Schlafenden abzustimmen.“
Jürgen Ahlers, Leitung Produktion bei enjoy. schlafsysteme
Wie lässt sich die Besucherritze im Familienbett vermeiden?
Bei zwei getrennten Matratzen kann ein durchgehender Topper den Übergang zwischen den beiden Bettseiten deutlich weniger spürbar machen. Er bildet über den Matratzen eine gemeinsame Komfortschicht und macht dadurch auch die Mitte des Bettes besser nutzbar.
Gerade im Familienbett ist das interessant. Denn Kinder besitzen eine erstaunliche Begabung dafür, exakt dort schlafen zu wollen, wo Erwachsene ursprünglich eine Bettgrenze vermutet hatten.
Der Topper sollte allerdings nicht nur als Mittel gegen die Besucherritze betrachtet werden. Material und Aufbau beeinflussen das Liegegefühl des gesamten Bettes. Bei enjoy. fertigen wir unsere Topper selbst in Paderborn und bieten unterschiedliche Materialien und Ausführungen an.
Welcher Topper passt zu einem Familienbett?
Welcher Topper sinnvoll ist, hängt vor allem vom gewünschten Liegegefühl ab. Kaltschaum reagiert beispielsweise direkt auf Druck und stellt sich schnell zurück. Visco passt sich stärker an die Körperkonturen an und reagiert träger. Visco-Gel verbindet eine körpernahe Anpassung mit einer schnelleren Rückstellung.
Eine pauschal beste Lösung für jedes Familienbett gibt es deshalb nicht. Wichtig ist vielmehr, den Topper als Bestandteil des gesamten Schlafsystems zu betrachten. Er verbindet nicht nur die beiden Bettseiten, sondern beeinflusst auch Komfort und Nachgiebigkeit der gemeinsamen Liegefläche.
Warum kann ein Boxspringbett als Familienbett sinnvoll sein?
Ein Boxspringbett bietet die Möglichkeit, Unterbox, Matratzen und Topper als aufeinander abgestimmtes Schlafsystem zu planen. Gerade bei großen Liegeflächen und unterschiedlichen Anforderungen kann dieser Aufbau interessant sein.
Die Unterbox bildet die Basis. Darauf liegen die Matratzen, die wiederum individuell auf die Schlafenden abgestimmt werden können. Darüber schafft der Topper eine gemeinsame Komfortschicht. So entsteht eine große zusammenhängende Liegefläche, ohne dass beide Erwachsenen zwangsläufig auf identischen Matratzen schlafen müssen.
Wer sich die unterschiedlichen Möglichkeiten ansehen möchte, findet bei enjoy. eine eigene Auswahl an Familienbetten.
Aus der Produktion: Warum ein großes Bett mehr Planung braucht
Ein Familienbett ist aus Sicht der Produktion nicht einfach ein normales Bett mit ein paar Zentimetern zusätzlicher Breite. Mit zunehmender Größe werden Aufbau, Stabilität und das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten wichtiger.
Bei einem enjoy. Boxspringbett in 240 × 200 cm besteht die Basis beispielsweise aus zwei 120 cm breiten Bettseiten. Dadurch bleiben die einzelnen Seiten konstruktiv definiert und die Matratzen können auf unterschiedliche Anforderungen abgestimmt werden. Ein durchgehender Topper verbindet die beiden Seiten anschließend zu einer gemeinsamen Komfortschicht.
„Bei einem großen Bett ist nicht allein die Zahl auf dem Maßband entscheidend. Wichtig ist, was darunter passiert. Unterbox, Matratzen und Topper müssen zusammenarbeiten. Erst dann wird aus viel Fläche auch ein gutes Bett.“
Jürgen Ahlers, Leitung Produktion bei enjoy. schlafsysteme
Was sollte man vor dem Kauf eines Familienbetts beachten?
Vor dem Kauf sollte nicht nur die gewünschte Liegefläche, sondern der gesamte Platzbedarf im Schlafzimmer berücksichtigt werden. Ein 240 cm breites Bett benötigt schließlich mehr als 240 cm freie Wand.
Wie viel Platz bleibt links und rechts? Lassen sich Schranktüren und Schubladen noch öffnen? Wo stehen die Nachttische? Bleiben ausreichend Laufwege? Passt das Kopfteil an die vorgesehene Wand? Solche Fragen wirken banal, entscheiden aber später darüber, ob sich ein sehr großes Bett auch im Alltag gut anfühlt.
Und dann gibt es noch einen Punkt, der bei der ganzen Familienlogistik manchmal verloren geht: Das Familienbett ist auch das Bett der Eltern. Es darf deshalb nicht nur praktisch sein. Es darf auch gut aussehen und zum Schlafzimmer passen.
Familienbett konfigurieren statt einfach nur größer kaufen
Bei einem großen Bett lohnt es sich, nicht ausschließlich auf die Abmessungen zu schauen. Auch Matratzen, Härtegrade, Topper und Gestaltung sollten zur Familie passen.
Bei den Manufaktur-Boxspringbetten von enjoy. lassen sich je nach Modell unter anderem Kopfteil, Stoff, Farbe, Unterbox, Matratzen, Härtegrade, Topper und Füße individuell zusammenstellen. Aus der Konfiguration entsteht anschließend der Bauplan für die Fertigung in Paderborn.
So wird ein großes Bett nicht einfach nur größer bestellt, sondern als Schlafsystem zusammengestellt.
Familienbetten direkt aus unserer Produktion in Paderborn
Bei enjoy. entwickeln, fertigen und verkaufen wir unsere Manufaktur-Boxspringbetten selbst. Seit 2009 entstehen in unserer Produktion in Paderborn Boxspringbetten, Matratzen und Topper. Inzwischen haben wir mehr als 100.000 Boxspringbetten, eine Million Matratzen und 650.000 Topper gefertigt.
Diese Erfahrung hilft gerade bei großen Schlafsystemen. Denn die Konstruktion muss zur Größe passen, die Matratzen müssen zu den Schlafenden passen und der Topper muss daraus eine gemeinsame Komfortschicht machen. Genau deshalb betrachten wir ein Familienbett nicht einfach als besonders großes Möbelstück, sondern als Zusammenspiel mehrerer Komponenten.
Für wen ist ein Familienbett sinnvoll?
Ein Familienbett kann besonders interessant sein, wenn Kinder regelmäßig nachts ins Elternbett kommen, gemeinsames Schlafen bewusst gewünscht ist oder eine Familie einfach mehr Platz für gemeinsame Nächte möchte.
Ob es die richtige Lösung ist, hängt von der individuellen Situation ab. Raumgröße, Anzahl und Alter der Schlafenden, Schlafgewohnheiten, Matratzen und gewünschter Komfort sollten gemeinsam betrachtet werden. Bei Babys und kleinen Kindern kommt zusätzlich die altersgerechte und sichere Gestaltung der Schlafumgebung hinzu.
Denn das beste Familienbett ist nicht automatisch das größte. Es ist das Bett, das zur eigenen Familie und ihren tatsächlichen Schlafgewohnheiten passt.
Häufige Fragen zum Familienbett
Ab welcher Größe spricht man von einem Familienbett?
Eine verbindliche Mindestgröße für Familienbetten gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Liegefläche ausreichend Platz für die Personen bietet, die regelmäßig darin schlafen. Viele Familien suchen deshalb nach Betten, die deutlich breiter als klassische Doppelbetten mit 160 oder 180 cm sind.
Reichen 240 × 200 cm für zwei Erwachsene und ein Kind?
Das hängt von Körpergröße, Schlafverhalten und persönlichem Platzbedarf ab. Ein Bett in 240 × 200 cm bietet mit 4,8 Quadratmetern jedoch 60 cm mehr Breite als ein Doppelbett in 180 × 200 cm und damit deutlich mehr Bewegungsfreiheit.
Welche Matratze eignet sich für ein Familienbett?
Eine spezielle Familienbett-Matratze gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die Matratzen zu den jeweiligen Schlafenden passen. Bei einem großen Bett können deshalb zwei getrennte Matratzenkerne mit individuell gewählten Härtegraden sinnvoll sein.
Kann man im Familienbett unterschiedliche Härtegrade wählen?
Ja. Bei entsprechend aufgebauten Boxspringbetten können zwei Matratzenkerne mit unterschiedlichen Härtegraden kombiniert werden. So können die Bettseiten individuell auf die jeweiligen Schlafenden abgestimmt werden.
Wie vermeidet man die Besucherritze im Familienbett?
Ein durchgehender Topper kann über zwei getrennten Matratzen eine gemeinsame Komfortschicht bilden. Dadurch wird der Übergang zwischen den Matratzen deutlich weniger spürbar.
Welcher Topper eignet sich für ein Familienbett?
Das hängt vom gewünschten Liegegefühl ab. Kaltschaum reagiert direkt und elastisch, Visco passt sich stärker an die Körperkonturen an und Visco-Gel verbindet körpernahe Anpassung mit einer schnelleren Rückstellung. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Bettgröße, sondern der gewünschte Komfort.
Ist ein großes Familienbett automatisch sicher für Babys?
Nein. Die Größe eines Bettes allein macht einen Schlafplatz für Säuglinge nicht automatisch sicher. Für Babys gelten besondere Empfehlungen zum sicheren Schlafen. Eltern sollten sich deshalb an den aktuellen fachlichen Empfehlungen orientieren und gegebenenfalls eine separate Babyschlaffläche wie ein Beistellbett nutzen.
Fazit: Mehr Familie braucht manchmal einfach mehr Bett.
Ein Familienbett muss kein Statement sein. Manchmal ist es einfach eine ziemlich vernünftige Antwort auf das, was nachts ohnehin passiert.
Wenn Kinder regelmäßig ins Elternbett kommen, kann zusätzliche Liegefläche den Familienalltag entspannter machen. Entscheidend ist aber nicht nur die Breite. Matratzen, Härtegrade, Topper, Raumgröße und Schlafgewohnheiten sollten gemeinsam betrachtet werden.
Wer sich für ein besonders großzügiges Schlafsystem interessiert, findet bei enjoy. Familienbetten direkt aus unserer Produktion in Paderborn.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viel Bett ins Schlafzimmer zu stellen.
Sondern möglichst gut darin zu schlafen.



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